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Hirntumor Diagnose 2005 … David Menasche zeigt wie man dennoch LEBEN kann

David Menasche hinterläßt im November 2014 ein großartiges Vermächtnis: “DAVIDS LISTE – WAS BLEIBT WENN ICH GEHE”
Menasche, Davids Liste_WEB

David Menasche ist Lehrer und gehört zu jener Art von Menschen, die sich über ihre Schüler genau so viele Gedanken machen wie über die Bücher auf dem Lehrplan. Er erinnert sich an die Ansichten und Stärken seiner Schüler und blieb mit ihnen in Kontakt, lange nachdem sie sein Klassenzimmer verlassen haben. Daher ist es keine Überraschung, dass Menasche sich nach einem sechsjährigen Kampf quer durch die USA, von Florida nach Kalifornien zu reisen. Statt Chemotherapie und MRTs entschied er sich für Übernachtungen auf Wohnzimmersofas, schmiss Getränkerunden in unterschiedlichsten Kneipen und schwelgte in Erinnerungen mit den wichtigsten Menschen in seinem Leben: seinen ehemaligen Schülerinnen und Schülern. “David Liste – Was bleibt, wenn ich gehe” ist eine Darstellung dieser Zeit

Er hatte einen Schlaganfall, der ihm die Hälfte seiner Sehkraft nahm und ihn linksseitig fast lähmte. Er konnte daher nicht mehr unterrichten, dennoch wollte er mit seinen Schülern zusammen sein. Er stellte also einen Post auf Facebook: “Ich würde gerne etwas herumreisen. Wer könnte mir eine Couch zum Übernachten zur Verfügung stellen?” Innerhalb von 48 Stunden bekam er 50 Antworten! Eins der schönsten Dinge, die er dann bei seinen Gastgebern tat, war durch ihre Bücherregale zu stöbern. Claire Contreras (eine ehemalige Schülerin, die er in Boston besuchte) hatte zum Beispiel fünf oder sechs Bücher im Regal, die sie aus seinem Klassenzimmer hatte mitgehen lassen.

Der Krebs hat ihm seinen Lebenswillen nicht nehmen können. Er nahm ihm seinen Körper, doch er wollte nicht mehr am Krebs sterben, er wollte stattdessen wieder anfangen zu leben. “Wenn ich darauf gewartet hätte, bis ich wieder vollständig genesen wäre, um diese Reise anzutreten, dann hätte ich sie nie angetreten.” so Menasche in einem Interview kurz vor seinem Tod im November 2014.

Ein beeindruckendes Buch das Mut macht und zeigt, dass es sich lohnt sich nicht dem Krebs zu ergeben und immer neu aufzubrechen. Mehr noch gewährt Menasche mit seinem Buch einen Einblick in seine Lehrmethoden, die nicht nur seine Schüler beeindruckte, sondern unmittelbar auch dem Leser mit Hilfe seiner Prioritätenliste zum Nachdenken über das LEBEN und ihre WERTE nachdenken läßt.

Diese Prioritätenliste beinhaltet Schlagworte wie:

- Abenteuer
- Akzeptanz
- Beruf
- Bildung
- Ehe
- Ehre
- Familie
- Freundschaft
- Gesundheit
- Künstlerischer Ausdruck
- Liebe
- Macht
- Privatsphäre
- Reichtum
- Reisen
- Respekt
- Schutz
- Sex
- Sicherheit
- Sieg
- Spaß
- Spiritualiät
- …

Mit Hilfe dieser Prioritäten gelingt es ihm anspruchsvolle Literatur seinen Schülern näherzubringen, die dies als prägende Zeit aufnehmen.

Davids Liste – Was bleibt, wenn ich gehe
Hardcover, Knaur MensSana HC
208 Seiten, 16,90 €
ISBN: 978-3-426-65738-6
Verlagsgruppe Droemer Knaur

Zufallsbefund Liposarkom: Mein langer Weg durch die Krankheit

Es war am 25. August 2009. An diesem Tag fand durch meinen Internisten die Kontrolle der Schilddrüse per Ultraschall statt. Er konnte glücklicherweise keine Veränderungen an den drei Knoten feststellen, die vor eineinhalb Jahren diagnostiziert wurden. Als er auf meine Bitte hin ein Bauchultraschall durchführte, entdeckte er Zysten an der Niere und überwies mich zum CT in die Radiologie. Ich fragte mich, warum überweist er mich wegen so einem Befund zu solch einer Untersuchung. Wenig später erfuhr ich den Grund. Noch am gleichen Tag nach dem CT holte ich mir selbst die Kopie meines Befundes ab.

Diagnose Liposarkom_BILD Foto: anoli – fotolia.com

Vorgewarnt war ich ja schon, denn der Röntgenarzt sagte mir auf meine Nachfrage hin: “Es sieht nicht gut aus – Sie müssen zu weiteren Untersuchungen in die Uniklinik”. In diesem Moment spürte ich eine schwere Last und Ungewissheit. Ich empfand das große Bedürfnis es unbedingt jemand zu erzählen. Nach der Untersuchung wieder am Arbeitsort angelangt, konnte ich mit einer lieben Kollegin darüber sprechen. Hierdurch wurde mir ein Stück meiner Bedrückung abgenommen.

Nachmittags vermochte ich immer noch nicht, den wichtigen Brief mit dem Befund zu öffnen. Die Anspannung stand mir im Gesicht geschrieben. Deshalb bat ich eine Freundin darum. Erst etwas später war es mir möglich, ihn selbst zu lesen. Einwachsung eines 27 cm großen Liposarkoms in die linke Niere. Mein Internist wollte mit dem CT seine vermutete Diagnose sicherstellen. Wie gut, dass ich ihn um die Bauchultraschalluntersuchung gebeten hatte. In den darauffolgenden Tagen benötigte ich etwas Zeit, um zwischen Wahrnehmung und Realität hin- und herzuschalten. Ich war wie gelähmt. Die erste Woche danach bin ich noch arbeiten gegangen, denn ich dachte mir, dass ich sonst nur zu Hause grübeln würde.

 

Diagnose Krebs. Erst waren es immer nur die anderen und mich betraf es nicht. Jetzt musste ich lernen, selbst damit umzugehen. Mein Glaube an Gott und das Gebet haben mir dabei geholfen. Von Anfang an konnte ich mit mir vertrauten Menschen darüber beten, was mir sehr gut tat. Auch das Wissen, dass meine Familie und viele andere dann selbst für mich beteten, war für mich eine große Erleichterung.

 

Die weitere Behandlung begann eine Woche später im Uniklinikum. Vom dortigen Krebszentrum erhielt ich dann auch die Krankschreibung. Es erfolgten nochmals ein CT der Lunge, ein MRT des Bauchraums, Blut- und Urinuntersuchungen. Im Arztgespräch wurde mir schließlich vieles erklärt und meine im Vorfeld aufgeschriebenen Fragen bereitwillig beantwortet. In weiteren zweieinhalb Wochen sollte die Operation folgen. Sicher, die Gedanken kreisten fast ständig darum, aber glücklicherweise bin ich nicht in ein tiefes Loch gefallen.

 

Einen langgehegten Wunsch lies ich vorher noch wahr werden: Eine Nacht in einem Fünf Sterne Hotel verbringen. Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann. Im Internet fand ich ein Angebot für ein Luxushotel, welches ich gleich buchte. Auf meine Anfrage hin fuhren mein Bruder und meine Schwägerin mich mit dem Auto dorthin. Das fand ich so nett von ihnen und ich freute mich sehr darüber. Weiterhin organisierte ich einen Besuch meines Patenkindes mit ihrem Freund für den Abend, wo ich sie dort zum Essen einladen konnte. Das war alles so angenehm. Jede “Portion” Freude stärkte mich. Wenn auch die OP im Hintergrund schwebte, so konnte ich das alles zum größten Teil genießen.

 

Die Zeit bis zur Operation nutze ich auch, um mich zu informieren und vieles vorzubereiten. Eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht und sogar ein Testament erstellte ich. Zuvor hatte ich mich nie mit so etwas befasst. Jetzt war es ein Muss. Meine Recherchen führten mich auch zum Sarkom-Zentrum. Ich suchte nach dem mir Nächstgelegenen und rief dort an. Die Mitarbeiterin am Telefon war sehr nett, sie kümmerte sich umfassend und leitete mich an eine Oberärztin weiter, welcher ich eine CD von meiner Voruntersuchung (CT) schickte. Nachdem sie diese ausführlich ansah, fragte ich sie nach ihrer ehrlichen Meinung, ob ich mich im wohnortnahen Uniklinikum operieren lassen kann oder ob es nötiger wäre, dies im Sarkom-Zentrum vornehmen zu lassen. Sie stimmte Ersterem zu und ich war sehr froh darüber. Als mündiger Patient finde ich es sehr wichtig, eine Zweitmeinung einholen zu können. Hier muss man wirklich selbst aktiv sein, das lernte ich jedoch im Verlauf meiner Erkrankung.

Die OP… und der steinige Weg zurück ins Leben

Das Datum der Operation rückte unweigerlich näher. Die Vorbereitung und Durchführung dauerte circa acht Stunden und wurde von einem zwölfköpfigen Operationsteam geleistet. Gegen 18:30 Uhr wachte ich auf der Intensivstation auf. Ich weiß noch, dass mir sehr übel war. Das Personal reagierte schnell und spritzte zusätzlich etwas gegen die Übelkeit in die Infusionslösung. Ich war sehr erleichtert, als das anschlug. Die Nacht konnte ich sehr schlecht schlafen, aber ich war froh, es bis hierher geschafft zu haben. Am nächsten Tag musste ich mich im Bett aufsetzen und dann neben das Bett stellen. Wie anstrengend so etwas sein kann, später auch die ersten Gehversuche. Meinen 55. Geburtstag “feierte” ich nun auf der Intensivstation. Etwas später erfuhr ich den Umfang des großen

Eingriffs. Es bedeutete die Entfernung des fast 30 cm großen Liposarkoms unter Einbindung eines großen Sicherheitsabstandes, also der linken Niere und Nebenniere, der Milz, eines Teils des Zwerchfells, des Bauchspeicheldrüsenschwanzes und eines großen Teils des Dickdarms (Sigma).

Wie dankbar bin ich dafür, dass ich aus der Narkose aufwachte und diese große Operation überstanden habe. Dennoch war ich nach circa einer Woche körperlich und seelisch ganz unten. Wie sehr freute ich mich über jeden Anruf und Besuch, auch wenn mir das Sprechen eine längere Zeit schwer fiel. Mein Zungenhintergrund schien wie gelähmt. Dies war wohl eine Nebenwirkung der langen Narkose. Die nächsten Wochen fiel es mir sehr schwer länger als fünf bis zehn Minuten zu sitzen oder auch nur zwei Minuten zu stehen. Erst nach langer Zeit verspürte ich ein wenig Linderung. Laufen und Treppensteigen üben waren sehr anstrengend. Aber jeder kleine Fortschritt gab Kraft und Zuversicht preis. Chemotherapie und Bestrahlung kamen in meinem Fall nicht zur Anwendung. Diese Nachricht empfand ich als sehr entlastend.

Meine Entlassung stand nach zwei Wochen an. Ich wusste nicht, wie ich die knapp einstündige Taxifahrt im Sitzen aushalten und überstehen konnte. Doch dann kam es ganz anders. Eine letzte Ultraschalluntersuchung lies erkennen, dass sich an meiner Bauchspeicheldrüse eine Fistel gebildet hatte. Ein erneuter Eingriff wurde erforderlich. Das bedeutete die Legung einer Drainage, die die Flüssigkeit der Fistel ableitete und in einem Beutel auffing. So groß wie die Angst vorher, war auch die Erleichterung, als der Eingriff gelang. Auch dieser behandelnde Arzt rettete mir das Leben. Obwohl ich vorher unbedingt nach Hause wollte, so waren weitere drei Wochen Krankenhausaufenthalt angesagt. Die Krankenkasse erteilte auch auf Anfrage des Sozialdienstes keine Genehmigung für einen Transport nach Hause im Krankenwagen. So lies ich mich von meiner Schwester mit dem Taxi abholen. Sie brachte eine Fußbank mit und wir stellten meine Rückenlehne ziemlich weit nach hinten. Dadurch konnte ich halb im Liegen heimfahren und die Füße waren

etwas erhöht. Zu Hause angekommen, konnte ich mich gleich hinlegen. Welch eine Wohltat. In den ersten drei Wochen war ich körperlich nicht in der Lage meinen Haushalt zu führen. Ich konnte weder vor dem Herd stehen und kochen noch einkaufen. Meine liebe hochbetagte Mutter bot sich mir an und nahm mich für diese drei Wochen bei sich auf. Für dieses große Geschenk bin ich ihr immer noch sehr dankbar. Diese Zeit tat uns beiden gut. Es waren die Gespräche, die Nähe, ihre Fürsorge und Hilfe für mich und meine freudvolle Annahme für sie. Sie verstand es mit viel Geborgenheit mich regelrecht wieder aufzupeppeln. Ende November begann dann die vierwöchige Anschlussheilbehandlung in einer circa 100 km entfernten Klinik in einer landschaftlich schönen Gegend. Man bot mir an, das Essen ins Zimmer zu bringen.

Noch konnte ich nicht die langen Gänge entlang laufen oder am Fahrstuhl anstehen. Aber natürlich wollte ich lieber im Speisesaal mit anderen Patienten sein. Die Lösung brachte ein Rollator. Ein Rollator mit 55 Jahren? Aber mit diesem guten Hilfsmittel konnte ich nun dorthin und zu den Therapien gehen. Nach circa zwei bis drei Wochen versuchte ich immer etwas mehr ohne den Rollator auszukommen. Vor der Entlassung hatte ich es geschafft. Zu Hause angekommen war ich so weit, dass ich mich wieder langsam selbst versorgen konnte. Welch schönes Gefühl, endlich nach einem viertel Jahr wieder in meiner Wohnung zu sein. Die engmaschige Nachsorge in der Uniklinik bedeutete die erste Zeit vierteljährlich abwechselnd CT oder MRT jeweils mit einer Röntgenuntersuchung der Lunge. Danach erfolgten die Untersuchungen im halbjährlichen Turnus. Da ich in der ganzen Zeit durch vieles Röntgen und CTs sehr viele Strahlen abbekommen habe, sprach ich im Krebszentrum der Uniklinik meinen behandelnden Arzt darauf an. Ich fragte ihn, ob ich nur MRT-Aufnahmen bekommen könnte und kein CTs mehr, welche bei häufiger Anwendung zu hohe Röntgenstrahlenbelastung mit sich bringt. Er bejahte meinen Einwand. Oft konnte ich merken, wie sehr auch von einem selbst ausgehende Eigeninitiative und Aktivität wichtig sind und von Medizinern wertgeschätzt und akzeptiert werden.

Nun sind etwas mehr als viereinhalb Jahre vergangen. Meine Untersuchungsergebnisse sind bis jetzt alle in Ordnung und ich konnte mich wieder erholen. Das ist für mich nicht selbstverständlich. Welch ein Glück, Segen und Freude für mich. Schritt für Schritt gehe ich in ein neues Leben, das mir nochmals geschenkt wurde. Für mich sind es so viele Wunder Gottes, die an mir geschehen sind. Während und nach der Operation hätten mannigfaltige Komplikationen auftreten können. Außer der Fistel an der Bauchspeicheldrüse mit dem notwendigen Eingriff sind diese nicht passiert. Ich habe das alles überlebt, überstanden und meine Kräfte konnten sich wieder aufbauen. Jeden Morgen darf ich erleben, dass es draußen wieder hell geworden ist und ich aufstehen darf. Ich kann meinen Haushalt und Besorgungen erledigen und meiner Mutter helfen. Fast täglich laufe ich an der frischen Luft und sehe da beispielsweise die kleinen Blümchen am Wegesrand, genieße die Sonnenstrahlen oder sehe die sich verändernden Wolken am Himmel. Ab und zu gehe ich meinem liebsten Hobby, dem Standard- und Lateintanzen wieder nach. Das macht mir viel Freude.

Alles in allem war die Bewältigung meiner Erkrankung für mich eine große Herausforderung, durch die ich aber auch vieles gelernt habe. Achtsamkeit und Dankbarkeit besitzen heute eine größere Bedeutung für mich.

„Medical Freezing“ ermöglicht Kinderwunsch – Thema auf der MEDICA EDUCATION CONFERENCE in Düsseldorf

Auch nach einer Krebsbehandlung können sich junge Frauen und Männer ihren Kinderwunsch erfüllen. Selbst wenn eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht mehr möglich ist, bietet die Reproduktionsmedizin heutzutage eine ganze Reihe von Alternativen. „Gerade für Frauen stehen uns moderne effektive Verfahren wie beispielsweise das Einfrieren von Eierstockgewebe zur Verfügung“, sagt Professor Dr. Jan-Steffen Krüssel, Leiter des Kinderwunschzentrums UniKiD der Universität Düsseldorf.

Fertiprotekt_Kinderwunsch trotz Krebs_KLEINERNetzwerk Fertiproktekt im Internet: www.fertiprotekt.de

Unmöglich ist eine Zeugung auf natürlichem Weg auch nach einer Krebsbehandlung nicht; allerdings beeinträchtigen Chemotherapie oder Bestrahlung die Fruchtbarkeit. „Es ist nicht immer eine dauerhafte Störung“, erklärt Professor Krüssel: „Bei Männern kann sich die Spermienproduktion erholen, bei Frauen hilft manchmal schon eine Hormontherapie, um die Fruchtbarkeit wiederherzustellen.“ Ob das gelingt, hängt von der Art des Tumors, der Behandlung, aber auch vom Alter der Betroffenen ab.

Droht jedoch der vollständige Verlust der Fertilität, können sowohl Männer als auch Frauen vorbeugen: „Für Männer gibt es schon seit langem die Möglichkeit, Spermien oder Hodengewebe, in dem sich befruchtungsfähige Spermien befinden, einzufrieren“, berichtet der Reproduktionsmediziner. Bei Frauen sind die Verfahren etwas aufwendiger. Ihnen kann beispielsweise ein Arzt befruchtete oder unbefruchtete Eizellen entnehmen einfrieren und der Patientin nach ihrer Genesung wieder einsetzen. Befruchtete Eizellen überleben das Einfrieren, die sogenannte Kyrokonservierung, und das spätere Auftauen etwas besser als unbefruchtete. Diese Methode kommt  daher vor allem bei Frauen ohne festen Partner in Frage. Im Unterschied zum „Social Freezing“, dem Einfrieren von Eizellen ohne medizinischen Grund, könnte man hier von „Medical Freezing“ sprechen.

Eine Eizellentnahme setzt allerdings eine zweiwöchige Hormontherapie voraus. „Nicht immer hat eine Frau vor der Krebsbehandlung die dafür notwendige  Zeit“, gibt Krüssel zu bedenken. In diesem Fall besteht auch die Möglichkeit, Eierstockgewebe mit noch unreifen Eizellen per Bauchspiegelung zu extrahieren und tiefzufrieren. Die Lagerung ist über viele Jahre hinweg möglich. Hat die Frau die Tumorerkrankung überwunden, wird ihr das Gewebe wieder eingesetzt. „Dieses Verfahren steckt aber noch in den Kinderschuhen“, erklärt der Experte. Exakte Angaben über die Erfolgschancen fehlen daher noch.“ Zudem könnte es bei bestimmten Krebsarten sein, dass sich im Eierstockgewebe Krebszellen befinden, die später ebenfalls transplantiert werden würden. Das muss unbedingt vermieden werden. Deshalb praktizieren Ärzte die Kyrokonservierung von Eierstockgewebe ausschließlich bei Erkrankungen, bei denen es sehr unwahrscheinlich ist, dass bösartige Zellen im Eierstockgewebe vorhanden sind.

„Die Reproduktionsmedizin hat große Fortschritte gemacht“, sagt Professor Krüssel, „Betroffene profitieren auch von der besseren interdisziplinären Zusammenarbeit der Experten.“ Der Referent der MEDICA EDUCATION CONFERENCE verweist auf das Netzwerk FertiPROTEKT, in dem sich seit 2006 Kinderwunschzentren, Krankenhäuser und Universitäten zusammengeschlossen haben. „Damit werden erstmals weltweit in einem Land flächendeckend fertilitätsprotektive Beratungen und Maßnahmen für krebskranke Frauen und Männer angeboten“, betont er.

Weitere Informationen: www.fertiprotekt.de
Quelle: MEDICA EDUCATION CONFERENCE, 12.-15. November 2014, Düsseldorf

Mehr als 50 Selbsthilfegruppen zeigten Präsenz und diskutierten bei der 6. Tagung der Niedersächsischen Krebsselbsthilfegruppenleiter in Bad Gandersheim

Auf Einladung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft e.V., des Regionalverbandes NordWest Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. und der Prostatakrebs Koordinierungsstelle Süd-Niedersachsen fand kürzlich in Bad Gandersheim in der Paracelsus Klinik am See die jährliche Tagung der niedersächsischen Krebsselbsthilfegruppenleiter statt. Zu diesem Treffen waren Vertreter von Selbsthilfegruppen aus ganz Niedersachsen angereist.
SHG Treffen in der Paracelsus Klinik am See SHG Treffen_ZUHÖRER

Volles Haus in der Paracelsus Klinik am See – Ca. 50 Selbsthilfegruppen aus ganz Niedersachsen nutzten den Tag auch zum intensiven Austausch untereinander.
Nach der Begrüßung durch die Organisatoren überreichte der Klinikleiter, Herr Holger Kammann, der Geschäftsstellenleiterin der Niedersächsischen Krebsgesellschaft e.V., Frau Dr. Bärbel Burmester, einen Spendenscheck in Höhe von 600 Euro.
Spendenscheck für die NDS KrebsgesellschaftDr. Bärbel Burmester, Geschäftsführerin der Niedersächsischen Krebsgesellschaft e.V. nahm dankbar den Spendenscheck von Paracelsus Klinikdirektor Holger Kammann entgegen.

Die diesjährige Tagung stand unter dem Motto: „Krebs und Sport – Auswirkungen auf Psyche und Physis“. Referenten waren:

- Prof. Lutz Trojan, Direktor der Klinik für Urologie aus Göttingen,
- Herr Helmut A. Kurtz und Herr Werner Deppe als Vertreter der Selbsthilfe,
- Thomas Hehlmann, Sportpädagoge und Dipl. Gesundheitswissenschaftler der Universität Bremen
- Andreas Balster, GF Gesundheitsdienste Prävention- und Reha-Gesellschaft mbH und stellv. Präsident der Rheuma-Liga  Niedersachsen e.V. sowie
- Priv.-Doz.. Dr. med. Thomas Beinert, Chefarzt der Paracelsus Klinik am See.

PD DR Beinert_Referat

PD Dr. Thoams Beinert, Chefarzt der Paracelsus Klinik am See und Gastgeber der Veranstaltung rückte die Patientenorientierung im Rahmen der Anschlussheilbehandlung und Rehabilitationsphase in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Prof. Trojan stimmte mit seinem Vortrag über „Krebs und Sport“ die Teilnehmer kurzweilig und kompetent auf das Thema ein. Anschließend berichtete Herr Kurtz über die „zertifizierte Selbsthilfegruppe“ – Reha-Sport im Wandel der Zeit. Er stellte ein Reha-Sport Angebot aus drei Städten aus dem Heidekreis vor, für das die Gruppe u.a. mit dem Förderpreis der Niedersächsischen Krebsgesellschaft ausgezeichnet wurde; begleitend wurde auch ein Studienprojekt aufgelegt zur Ermittlung psychischer und physischer Veränderungen von Krebspatienten im Heidekreis. Der Vortrag von Herrn Deppe über die Selbsthilfe in Gegenwart und Zukunft rundete den ersten Teil des Vormittags ab, bevor Herr Hehlmann aus Bremen sehr eindrucksvoll und lebendig über „Krebs und Sport aus Sicht der Human- und Gesundheitswissenschaften“ referierte. Sein Appell an die Gruppe: Es gibt keinen Grund, nicht mit der Bewegung anzufangen.

In der Mittagspause gab es im Speisesaal der Reha-Klinik die Gelegenheit zum Austausch, bevor am Nachmittag der zweite Vortragsstrang begann: Es referierte Herr Balster zum Thema Selbsthilfegruppe als Anbieter für den Gesundheitssport.

Quelle: Niedersächsische Krebsgesellschaft
www.nds-krebsgesellschaft.de

Neue Methode kann Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten vorhersagen

Jedes neue Krebsmedikament kann die Überlebenschancen von Patienten erhöhen. Leider bringen diese Medikamente manchmal jedoch schwere Nebenwirkungen mit sich, deren Ursachen bisher selten entschlüsselt werden konnten. Einem internationalen Wissenschaftlerteam aus München, Heidelberg, Schweden und Singapur ist es nun gelungen, eine neue Methode zu entwickeln, mit der sie Nebenwirkungen auf Zellebene erklären und sogar vorhersagen können.

Krebsmedikamente rufen neben der erhofften Wirkung auf Krebszellen oft schwerwiegende, teilweise schmerzhafte Nebenwirkungen hervor. Zu den bekannteren Nebenwirkungen gehören Haarausfall, Übelkeit und Immunschwäche. Viele Patienten leiden darüber hinaus an Kribbeln in den Händen bis hin zu schweren Nervenstörungen wie dem Verlust des Tastsinns oder klagen über Lichtempfindlichkeit, was die Lebensqualität erheblich einschränkt. Ein Grund dafür liegt in der Wirkungsweise der Medikamente: Viele greifen nicht nur die gewünschten Ziele, bestimmte Proteine in den Krebszellen, an, sondern auch andere Proteine in gesunden Zellen. Das kann in manchen Fällen die gewünschte Wirkung sogar noch steigern, sorgt in den meisten Fällen jedoch vorrangig für Nebenwirkungen. Ließen sich diese “falschen” Ziele eines neuen Medikaments vorab erfassen, könnten seine Nebenwirkungen vorhergesagt werden. Man wüsste, ob, warum und vor allem wie ein Medikament Nebenwirkungen hervorruft.

Mit einem einfachen aber ausgeklügelten Verfahren ist dies Wissenschaftlern von Cellzome in Heidelberg und dem Karolinska Institut Schweden in Kollaboration mit Professor Bernhard Küster von der Technischen Universität am DKTK-Partnerstandort München gelungen. Durch Erhitzen von Leukämiezellen auf Temperaturen zwischen 40 und 70 Grad konnten die Wissenschaftler neue Zielproteine von Medikamenten identifizieren. Durch die Hitze begannen die Proteine in den Zellen zu schmelzen. “Jedes der vielen verschiedenen Proteine in einer Zelle hat ein eigenes, charakteristisches Schmelzverhalten. Das können wir messen”, erklärt der Erstautor der Studie, Dr. Mikhail Savitski. “Geben wir den Zellen nun Krebsmedikamente, binden diese an bestimmte Proteine und verändern sie. Diese Veränderungen schlagen sich auch im Schmelzverhalten nieder, was wir wiederum messen können.” Im Idealfall binden die Medikamente nur an die gewünschten Zielproteine. In den meisten Fällen jedoch binden sie auch an Proteine, die nicht (nur) in Krebszellen, sondern auch in gesunden Zellen vorkommen. Das Resultat sind Nebenwirkungen. Mit Hilfe der Protein-Massenspektrometrie konnten die Wissenschaftler diese Veränderungen im Schmelzverhalten der Proteine in lebenden Zellen verfolgen. “Die Effekte eines Medikaments lassen sich so genau erfassen. Wir hoffen damit in Zukunft viele Nebenwirkungen erklären oder sogar vorhersagen zu können”, sagt Bernhard Küster, Leiter der beteiligten Forschergruppe am DKTK Standort der TU München.

Im Rahmen ihrer Studie haben die Wissenschaftler bereits einige Krebsmedikamente mit der neuen Methode untersucht. Darunter war auch das Medikament Vemurafenib, mit dem vor allem Patienten mit schwarzem Hautkrebs, dem Melanom, behandelt werden. Entwickelt wurde es, um das Krebsprotein B-Raf zu blockieren. Es verursacht jedoch bei vielen Patienten auch eine schmerzhafte und das Leben einschränkende Lichtempfindlichkeit. Den Wissenschaftlern gelang es nun mit ihrer neuen Methode, ein neues, unerwartetes Zielprotein dieses Wirkstoffs zu entdecken: das Enzym Ferrochelatase. Es wird für die Herstellung des Blutfarbstoffs Häm benötigt. Wird gesunden Zellen Vemurafenib verabreicht, wird die Funktion des Enzyms Ferrochelatase unterbunden, was sich im Schmelzverhalten des Enzyms messen lässt. Dieser Funktionsverlust ist bereits von einer anderen Erkrankung bekannt: Patienten mit kutaner Porphyrie, einer genetisch bedingten Stoffwechselstörung, die sich in einer sehr starken und schmerzhaften Lichtempfindlichkeit der Haut zeigt, weisen den gleichen Defekt auf. Diese Erkenntnis hat einen direkten klinischen Nutzen und gibt Bernhard Küster Anlass zur Hoffnung: “Dank unserer Ergebnisse sollte es in Zukunft möglich sein, Wirkstoffe so zu entwickeln, dass sie nicht mehr an das Enzym Ferrochelatase binden und damit die Patienten keine Lichtempfindlichkeit mehr als Nebenwirkung von Krebsmedikamenten befürchten müssen.”

Quelle: Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung und die Technische Universität München

Hinweis zur Publikation:

Mikhail Savitski, Friedrich Reinhard, Holger Franken, Thilo Werner, Maria Fälth Savitski, Dirk Eberhard, Daniel Molina, Rozbeh Jafari, Rebecca Bakszt Dovega, Susan Klaeger, Bernhard Kuster, Pär Nordlund, Marcus Bantscheff, Gerard Drewes: Tracking cancer drugs in living cells by thermal profiling of the proteome. Science 2014. DOI 10.1126/science.1255784.

Loslassen können….

von Dr. Iris Huth

Foto: Dr. Iris Huth

Foto: Dr. Iris Huth

Immer wenn die Feiertage, oder sonstige freudige Anlässe des Schenkens und Beschenktwerdens vorüber sind, fragen wir uns vielleicht nach einiger Zeit was davon übrig geblieben ist. Denn irgendwann ist auch das beste Parfum aufgebraucht, sind Leckereien verspeist, die Garantiezeiten der technischen Gaben verfallen oder der ehemals schöne Pullover in der Altkleidersammlung gelandet.

Wir schenken, weil wir es uns leisten können, gönnerhaft, generös sind, aus Prestige oder gar aus Pflichtgefühl, mit mehr oder minder großen Absichten. Was wir geben, sagt viel über uns aus, so wie es oftmals auch Besitztümer anzeigen sollen.

Doch wie erfüllend und nachhaltig sind all diese materiellen Dinge? Eine erste Antwort findet diese Frage, wenn wir bemerken, dass uns alles nur auf Zeit gehört. Es sind Leihgaben, so wie unser ganzes Leben auch. Wir können naturgegeben nichts für immer festhalten, für uns behalten, mitnehmen – wir sind daher per se gezwungen immer wieder abzugeben, uns loszulösen…

 Gewohnheiten

Gerade wenn uns jemand oder etwas lieb und teuer geworden ist, wird es besonders schwer für uns loszulassen. Der Wunsch nach Routine, Verlässlichkeit, Sicherheiten lässt uns am Gewohnten festhalten, ja oftmals vehement klammern – das ist eine ganz natürliche Reaktion.

Warum fällt uns das Loslassen so unglaublich schwer? Woran liegt das? Loslassen gleicht manchmal einem inneren Abschied. Die Endgültigkeit des Loslassens ist es, die vielen Menschen Angst bereitet, da man nicht weiß was man stattdessen bekommt, vor allem wenn man bereits zuvor sehr viel investiert hat.

Was bedeutet dabei loslassen ganz konkret? Loslassen zu können ist eine besondere Form der Anpassung an ein Ereignis oder an einen Sachverhalt. Wir akzeptieren dabei eine Situation, einen Zustand der uns geschieht und unseren Wünschen und Vorstellungen widerspricht. Letzteres ist vor allem bei einer Krankheit der Fall. Sie passt nicht in unser Konzept und doch müssen wir lernen damit umzugehen und uns mitunter auch von unseren bisherigen Maßstäben und Vorstellungen lösen.

Wie können wir uns auf den Weg des Loslassens begeben? Loslassen beginnt im Kopf. Aber loslassen zu können geschieht nicht von heute auf morgen, es ist ein langfristiger Prozess. Wenn wir uns lösen, entscheiden wir uns, unseren Blick weg von der belastenden Situation hin zu einer anderen Richtung, einer anderen Perspektive oder einfach nur nach vorne zu richten. Das ist nicht immer eine einfache Sache und wir starten dabei mit den unterschiedlichsten Gefühlen wie Trauer, Wut oder Angst. Viele Gedanken kreisen in uns mit Fragen wie z.B.: „Warum ist das mir passiert?“ „Wieso ist das Schicksal so ungerecht?“

Strategien

An dieser Stelle wird es wichtig, Strategien im Umgang mit der Situation zu entwickeln, d.h. sich der eigenen Lage bewusst zu werden, schauen wo man gerade steht. Es gilt Möglichkeiten hierfür zu eruieren und nicht zuletzt den Zustand zu akzeptieren, in dem wir uns befinden – auch wenn er uns nicht behagt.

Im nächsten Schritt kann es hilfreich sein, sich Menschen anzuvertrauen, die sich in einer ähnlichen Situation befanden oder befinden und sie zu fragen, wie sie die schwierigen Zeiten gemeistert haben. Mit ihnen kann es leichter fallen Vertrauen und Hoffnung zu entwickeln, dass es Lösungen geben kann.

 neue Impulse

Sich Selber verzeihen können, ist auch eine Form des Loslassens. Milde mit sich umzugehen, sich nicht zu zermartern, ob man alles richtig gemacht hat. Wer nicht loslassen kann, hat oft auch noch etwas mit sich und anderen zu klären. Suchen Sie Klärung, heben Sie Blockaden auf und werfen Sie Ballast ab. Sie werden sich danach losgelöster, befreiter und vielleicht auch gelassener fühlen.

Loslassen ist nicht gleichbedeutend mit Resignation, es kann auch etwas Neues bedeuten. Vielleicht kann es ein neuer Anfang sein, ein Beginn ein bewussteres Leben zu führen. Es kann der Impuls sein, endlich seine Wünsche zu verwirklichen, in dem man sich von altgewohnten Konventionen trennt, eingefahrene Wege verlässt und langgehegte Träume zur Erfüllung bringt.

 Wertesystem

Was hilft uns beim Loslassen? Eine Hilfe könnte der Aufbau einer neuen persönlichen Werteskala, eines neuen individuellen Wertesystems sein – weg von materiellen Dingen, hin zu einer sogenannten „Erlebniskultur“. Sowohl in guten als auch in weniger guten Zeiten lebt der Mensch von guten Erlebnissen, die er sich ins Gedächtnis ruft. Man lebt von den inneren Bildern die bei guten Zusammenkünften mit der Familie, Freuden, lieben Menschen um uns entstanden sind. Wir leben von freundlichen Begegnungen und Situationen. Das können auch schöne Reiseerinnerungen, ein Ausflug oder einfach andere angenehme Begebenheiten sein, die uns ein wundervolles „Kopfkino“ bescheren – auch wenn wir uns mal nicht so gut fühlen.

Denken wir noch einmal darüber nach was uns langfristig Freude bereitet – denn hier schließt sich der Kreislauf zu den anfänglichen Überlegungen was nachhaltige Geschenke sein können.

Sowohl wenn wir schenken, als auch wenn wir bedacht werden, sind es meist keine materiellen Gaben an denen wir über längere Zeit Spaß haben, sondern es ist etwas viel Kostbareres, nämlich Zeit. Zeit die wir mit anderen Menschen verbringen. Zeit, die verbunden mit guten Erfahrungen und Geschehnissen ist. Beschenkt werden mit neuen Eindrücken und guten Emotionen.

Alle materiellen Dinge sind nur Leihgaben. Was uns aber keiner nehmen kann, was uns bis zuletzt gehört, sind unsere Erinnerungen und das Wissen sein Leben nicht versäumt zu haben.

Speiseröhrentumore – Neue Standards in der Behandlung

Prof. Dr. Wolfgang WagnerKrebsmagazin – Ausgabe Februar 2012
Prof. Dr. Wolfgang Wagner, Herausgeber Krebsmagazin, Paracelsus Strahlenklinik, Osnabrück

Speiseröhrenkrebs ist der Tumor mit der größten Zuwachsrate in den letzten Jahren, und zwar für die Untergruppe des sogenannten Adenokarzinoms. Die Risikofaktoren zur Entstehung dieses Tumors sind der Reflux, also die Regurgitation von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre begleitet von Sodbrennen und Übergewicht. Die klassische Behandlung ist die Operation, wobei die Ergebnisse stadienabhängig doch recht schlecht sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

LCH-Register

Krebsmagazin – Ausgabe November 2010
Um gerade seltenere Erkrankungen besser erforschen und neue Behandlungsmöglichkeiten entwickeln zu können, bedarf es der Sammlung und Analyse von Patientendaten. Je seltener eine Erkrankung ist, desto mehr liegt der Anstoß zur Erforschung der Erkrankung von der Mithilfe Betroffener ab, die sich bereit erklären, die eigene Krankheitsverlauf an eine zentrale Anlaufstelle (Register) zu melden und die Möglichkeit zur statistischen Untersuchung zu bieten. Die Langerhans- Zell-Histiozytose ist eine sehr seltene Erkrankung, insbesondere im Erwachsenenalter. Die Selbsthilfegruppe EHX arbeitet derzeit an einem solchen Register und ruft alle Betroffenen auf, sich an der Erforschung der Erkrankung zu beteiligen: EHX e.V. · Erwachsenen Histiozytose X e.V. Ansprechpartnerin: Dagmar Kauschka Tel.: 0201. 48 89 90 Email: d.kauschka@ehx-ev.de Internet: www.histiozytose.com

Erwachsenenhistiozytose fordert verstärkte Forschungsbemühungen

Krebsmagazin – Ausgabe Mai 2010
Mit einem provokanten Werbespot fordert die EHX- Selbsth i l f e g r u p p e Forschung auch für Medikamente seltener Erkrankungen wie der „Langerhans- Cell-Histiozytose“, da Betroffenen bislang keine erfolgreiche Behandlung angeboten werden könne. Die „Langerhans-Cell Histiozytose“ ist eine seltene Erkrankung und die EHX Selbsthilfegruppe ist das Sprachrohr für Betroffene und Angehörige im deutschsprachigen Raum. Informationen und Werbespot im Internet: http://www.histiozytose.com